Standpunkt zu Ausreisetestungen Bezirk Scheibbs

 in der Kategorie Lunz Aktuell
Andreas Danner - SPÖ Lunz am See
Andreas Danner – SPÖ Lunz am See

Die aktuell verordneten Ausreisetests, die nun auf die BewohnerInnen unseres Bezirkes zukommen, haben einen schikanösen Charakter. Es ist grotesk, welchen weltfremden Bestimmungen wir alle, vielleicht wochenlang, unterworfen sind. Anstatt sich direkt der amtsbekannten Cluster im Bezirk anzunehmen, wird einfach pauschal ein ganzer Flächen- und Pendlerbezirk abgeriegelt, ohne Rücksicht auf die arbeitende Bevölkerung!

Ebenfalls nicht durchdacht ist die Grenze, ab der die Verordnung wieder aufgehoben werden soll. Für die Aufhebung der Verordnung ist nämlich eine  sogenannte „7-Tage Inzidenz“ von unter 200 Ansteckungsfällen über 10 Tage hindurch notwendig. Die Erreichung dieser 200er-Grenze erscheint deswegen so absurd, da z. B. in den umliegenden Bezirken allenfalls bestehende Inzidenzwerte zwischen 300 bis unter 400 keine Tests erfordern. Die Grenze, ab der die Tests in unserem Bezirk wieder eingestellt werden, sollte sich daher zumindest an diesen „Nachbarbezirkswerten“ orientieren.

Das zeigt, wie erschreckend realitätsfern die Entscheidungsträger in der Bundesregierung agieren. Quasi über Nacht müssen nun die amtlich gültigen Testkapazitäten im Bezirk ausgebaut werden, um den massiv geänderten Anforderungen gerecht zu werden. Das bedeutet nicht nur einen größeren Zeit- sondern auch Mittelaufwand, den allein die Gemeinden des Bezirkes zu stemmen haben.

Wenn Covid-Antigen-Tests nur eine Momentaufnahme darstellen und 48 Stunden gelten, dann ist die Sinnhaftigkeit von Ausreisetestungen ohnehin zu hinterfragen. Innerhalb eines kleinen Landes wie Österreich zusätzliche Grenzen aufzuziehen, entzieht sich jeglichen logischen  Verständnisses.

Abschließend möchten wir uns bei allen ehrenamtlichen Helfern, Gemeindebediensteten, Gemeinderätinnen und Bürgermeistern, die in den Teststraßen für die Organisation und die reibungslose Abwicklung sorgen, für ihren Dienst an der Allgemeinheit bedanken.

Anzeigen von 4 Kommentaren
  • kurt pfeiller
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    Servus Andreas,
    ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Wir haben im Land Nö einen Lockdown und jetzt haben wir im Bezirk Scheibbs noch einen dazu bekommen. Also doppelt eingesperrt. Die Einreisenden können Corona reinbringen und unsere Inzidenz- Zahl weiter erhöhen….Da muss die Politik wie im Bezirk Schwarz die Impfungen bei uns rapid erhöhen und sich nicht zurücklehnen und sagen 10 Tage unter 200 und ihr seid wieder Frei… das wird im Juni 2021 sein. Eine Zahl von irgendjemanden festgelegt und friss oder stirb ohne Perspektive und ohne Hirn verabreicht. Oder haben die armen Testanbieterfirmen bisher Zuwenig ihrer Produkte verkauft ??
    Das ist genau so blöd wie die Regenrinne mit Einlaufgully genau vor der RAIKA, wie wenn das Regenwasser nicht wie bisher zum Kirchenplatz rinnen kann. Da wurde der Kirchenplatz vom Wasser weggesperrt. Wegsperren wird unser Schicksal werden.

  • Fam. Aigner-Nagy " Kaltenmarkt"
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    Und als ob das nicht schon Hohn genug wäre für uns alle, gibt es noch einen obendrauf:
    Wie man heute im Radio hörte, werden aktuell offenbar ungeachtet der derzeit geltenden Pandemiebestimmungen im Wassercluster Lunz Seminare abgehalten , inkl. Übernachtung der Teilnehmer. Als ob diese Veranstaltung im Interesse unser aller Gesundheit nicht aufzuschieben gewesen wäre.
    “ Zum Glück“ gibt es ja für all jene, die derartige Fehlentscheidungen – vermutlich wie immer ohne jegliche Konsequenzen -treffen, den Paragraphen 13,Punkt 5 in der Pandemieverordnung, von wegen Unaufschiebbarkeit von Veranstaltungen und so. Man fragt sich , in wessen Ermessen es eigentlich liegt, ob eine Zusammenkunft nun aufschiebbar ist oder nicht.
    Unsere Gemeindeführung zeigt damit einmal mehr, dass Gesetze und Verordnungen nur von den anderen einzuhalten sind. Und das ist nur ein Beispiel von vielen…
    Wenn ich da an die Weg Versammlung der Anrainer der Hochalmstraße denke .
    Da haben doch tatsächlich am 21.03.2021 Personen aus 10 verschiedenen Haushalten zusammen kommen müssen ( die Pandemiebestimmungen wurden am 19.03.21 extra noch einmal von der BH Scheibbs bestätigt), um auf Geheiß der Gemeindevertreter dringend notwendige Sanierungen inkl. Abschluss einer Haftpflichtversicherung auf der öffentlichen Gemeindestraße Hochalmstraße zu besprechen. Dabei hätte diese Versammlung allein aus gegebenem Anlass überhaupt nicht stattfinden dürfen.
    Dass es auf dieser Straße erwiesenermaßen gar keine Weg Gemeinschaft gibt und somit die Zusammenkunft ohnehin obsolet war, hat unseren Bürgermeister und Amtsleiter leider ebenso wenig interessiert wie die geltenden Pandemiebestimmungen. Nur gut, dass der größte Teil der Bevölkerung nicht so rücksichtslos und egoistisch denkt.

  • kurt Pfeiller
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    Das sind ja unglaubliche Geschichten. Der Wassercluster ist da wohl am besten Weg zum COVID-Cluster. Vielleicht noch mit internationalen Teilnehmern aus Südafrika und Britain. Eigentlich eine unverantwortliche Frechheit.
    Auch die Hochalmstraßen Versammlung ist ohne Worte.

  • kurt pfeiller
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    Eins noch zum Busbahnhof. Toll gelungen und so wetterfest, richtig behaglich zum Warten. Das hätten unsere Betriebe wohl ohne den Landschaftsplaner Graf besser und vielleicht unter € 40.000.- hinbekommen.

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