Standpunkt „Schienenradl“

 in der Kategorie Lunz Aktuell
Archivfoto von "lunz2010"
Archivfoto von „lunz2010“

Wie aus der Zeitung zu erfahren war, wird das in Ruprechtshofen gescheiterte Schienenradl-Projekt ab 4. April 2020 in Lunz fortgesetzt. Und das ist kein Aprilscherz!

Wir fragen uns, wie dieses fragwürdige Tourismus-Experiment bei der nicht sehr attraktiven Strecke von Lunz Bhf nach Klein-Grossau funktionieren soll. Zudem sind nicht ganz ungefährliche Querungen und Hausausfahrten vorhanden. Wurde dies mit den Anrainern abgeklärt oder nach dem Motto “Augen zu und durch“ abgehandelt?

Jedenfalls gibt es zu dieser ganzen Thematik keine Informationen an den Gemeinderat. Dass anscheinend Grundflächen im Eigentum der Gemeinde den Betreibern ohne Pachtvertrag überlassen werden, findet keinesfalls die Zustimmung unserer Fraktion.

Das „gemeinsame Miteinander“ ist von Seiten der ÖVP-Lunz nicht zu finden! Als SPÖ-Fraktion werden wir dennoch die Hand ausstrecken und im Sinne des Gemeinwohls agieren.

Anzeigen von 3 Kommentaren
  • Johannes Eßmeister
    Antworten

    Liebes Zukunftlunz-Team,
    ich freue mich, dass mein Schienenradl-Projekt in Lunz diskutiert wird – für eine seriöse Diskussion ist es aber wichtig, die Fakten zu kennen – also möcht ich als privater Eigentümer der Schienenradl-GmbH Ihren Beitrag kommentieren:
    1.Mein Projekt ist in Ruprechtshofen nicht gescheitert – eine Übersiedlung nach Lunz machte in Verbindung mit dem schlechten Gleiszustand in Ruprechtshofen einfach Sinn. Meine Bergstrecke war durch die steile Abfahrt und die alten Gleisanlagen nicht mehr optimal für Touristen geeignet.
    2.Sie schätzen die Attraktivität ihrer Region falsch ein – Meine zukünftigen Kunden werden von der Strecke (und von den Menschen)entlang der Ybbs genauso begeistert sein wie ich. Die ca. 60.000 Schienenradl-Kunden kamen in den letzten 8 Jahren zum Großteil aus Oberösterreich und aus Wien – sie kamen in der Regel wegen dem Schienenradl nach Ruprechtshofen und haben dabei weitere Stationen in der Region besucht. Aus meiner Sicht ist das Projekt daher nicht fragwürdig – außerdem investiere ich mit der Übersiedlung privat und auf eigenes Risiko.
    3.Die Strecke habe ich direkt von der NÖVOG gemeitet – Gemeindeseitig sind keinerlei Investionen erforderlich. Das ist nicht bei jedem Tourismusprojekt so!
    4.Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich mich in politische Diskussionen nicht einbringen möchte – ich würde mich aber sehr über einen positiven Zugang zum Schienenradl freuen. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.mostviertler-schienenradl.at
    Bei Rückfragen stehe ich gerne unter 0664 118 28 38 zur Verfügung.
    lg JOhannes Eßmeister

    • SPÖ Lunz am See
      Antworten

      Sehr geehrter Herr Eßmeister,

      danke für den Kommentar aus Ihrer Betrachtungsweise!

      Mfg, das Zukunftlunz Team!

  • kurt pfeiller
    Antworten

    Sehr geehrter Herr Eßmeister,
    man kann viele Sachen ,insbesondere aus eigener subjektiver Sicht schön reden. Ob das alles nichts kostet bezweifle sehr…zumindest unsere Idylle wird zum Spielball der 2 Stunden Touristen. Ich wünsche dennoch viel Glück, denn das werden sie brauchen.

Einen Kommentar hinterlassen